Fahrzeug

Flixbus – jetzt auch als E-Bus

Share
Flixbus

Seit Oktober ist es amtlich – Flixbus bringt als erster Anbieter weltweit E-Busse für Langstrecken auf die Straße. Der erste 40 Sitzer stammt von der chinesischen Marke BYD  und erscheint speziell für den Neustart mit neuem Farbkonzept. Anstatt des traditionellen Hellgrüns der restlichen Flixbus-Flotte zeigt sich das E-Fahrzeug in schickem Farbspiel zwischen Grün und Blau.

Der neue BYD E-Bus

Für Interessierte zunächst einige Daten und Fakten: Der chinesische BYD hat eine stolze Länge von 12,3 Metern, ein Leergewicht von 14 bis maximalen 25,4 Tonnen bei voller Beladung und bietet Raum für 40 Mitfahrer. Der E-Bus ist also leer gar nicht viel schwerer als andere zweiachsige Diesel-Reisebusse, die meist ca. 13 Tonnen wiegen, kann aber etwas mehr zuladen. Kleiner Wermutstropfen: während die Standard-Ausführungen bis zu 59 Sitzplätze bieten, liegen die 40 Sitzplätze des Busses unter dem Durchschnitt. Die beiden Elektromotoren des BYD C9 sind jeweils 180 kW (245 PS) stark und verfügen über ein Drehmoment-Maximum von je 1.500 Nm. Die Kapazität der Batterie beträgt 350 Kilowattstunden, was laut Werksangaben von BYD einer Reichweite von 320 Kilometern entspricht. Die Entscheidung für einen chinesischen Hersteller begründet Flixbus Geschäftsführer Fabian Stenger folgendermaßen: „Die ersten E-Fernbusse in unserer Flotte sind ein Signal an die Bushersteller, Innovationen voranzutreiben und Alternativen zum reinen Diesel-Antrieb zu entwickeln“, sagte der Flixbus-Geschäftsführer für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei der Vorstellung des Elektro-Busses.

Fahrtstrecke zwischen Frankfurt und Mannheim 

Vier mal am Tag pendelt der E-Bus nun zwischen Frankfurt und Mannheim. Auf dem Weg gibt es zusätzliche Zwischenstopps in Heidelberg und dem Frankfurter Flughafen auf einer Strecke von insgesamt fast 115km. Um die Fernstrecke problemlos zu meistern, lädt der Bus ein-bis zweimal pro Tag Strom und tankt zusätzlich auch über Nacht Energie. Die Ladestationen befinden sich an den Endhaltestellen, an welchen der Bus über zwei Stecker mit insgesamt 80 Kilowatt lädt. Der Ladestrom stammt dabei von der Energiegenossenschaft Greenpeace Energy – eine Tatsache die das grüne Konzept der E-Busse erst vervollständigt: Der Strom wird aus regenerativen Quellen gewonnen. Laut einer Studie auf die sich Flixbus selbst bezieht, soll der E-Bus im Betrieb 100% der Treibhausgasemissionen, die ein Diesel im Vergleich verursacht, einsparen. Im ersten Jahr würde dies ca 82 Tonnen CO2-Emissionen entsprechen.

Pendelverkehr zwischen Paris und Amiens

Nicht nur zwischen Frankfurt und Mannheim wird es grün auf den Straßen – Flixbus bedient auch weitere Strecken. Schon im Frühjahr 2018 wurde in Frankreich ein Yutong ICe12 in Betrieb genommen, der auf der  ca. 130 Kilometer langen Strecke zwischen Paris und Amiens fährt. Flixbus zeigt sich höchst zufrieden mit den Erkenntnissen, die aus dieser Test-Strecke gezogen wurden. Nicht nur sei der ebenfalls chinesische Bus sehr verlässlich, auch die Fahrtgäste gaben äußerst positives Feedback. Mit der neuen Strecke zwischen Frankfurt und Mannheim sei es nun wichtig, neue Erkenntnisse zu gewinnen.

 

 

Beliebt
e.monthly

Erhalten Sie die neuesten Berichte und Informationen rund um das Thema der E-Mobility, Trends und Produkte – personalisiert auf Ihre Interessen, kostenlos & werbefrei