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Karls Journey - Zurück in die Zukunft

Karls

Die 2233km Challenge – Teil 2

 

Unser Head of Product, Karl, hat sich in ein Abenteuer gestürzt und ist mit seinem Elektroauto in den Urlaub gefahren. Trotz guter Planung hatten Karl und seine Gefährten einige bange Minuten durchzustehen, bis sie im letzten Moment zu ihrem geplanten Segeltrip in Zadar ankamen. Dabei mussten sie einige Hindernisse wie inaktive Ladestationen, Käferinvasionen und falsch lokalisierte Lademöglichkeiten überwinden. Doch auch wenn die Hinreise erfolgreich war, musste im zweiten Teil von Karls Bericht, nach einer entspannenden Auszeit auf dem Wasser, noch die Rückreise überstanden werden. Wir sind gespannt welche aufregenden Abenteuer Karl auf seiner Heimreise erlebt hat…

 

Von Zadar nach Nürnberg

 

Nachdem Karl und seine Begleitung mit Wind und Diesel erfolgreich auf See vorangekommen sind, blieb abzuwarten, ob die eMobilität sie auch wieder heil zurück nach Nürnberg bringen würde. Das Ganze fingt gut an: Karl durfte den CEE Anschluss der Bote nutzen, um den Zoe zu laden und startete die 1100km Rückreise mit voller Batterie.

Der erste Stopp war die Insel Pag. Zwar nicht, weil zu diesem Zeitpunkt schon geladen werden musste, aber um zu testen, ob es überhaupt klappen würde.

Das tat es nicht. Die Steckdose blieb verschlossen und die Anzeige schwarz. Auch durch Kontakt mit der PFID Karte änderte sich nichts.

Karl versuchte Hilfe beim Café nebenan zu holen aber damit hatten diese angeblich nichts zu tun. Im Supermarkt verwies man ihn an die Touristeninformation in der Nähe. Diese wiederum empfahlen ihm die Service-Hotline anzurufen. Wie hilfreich… Er wählte also:  – Piep – „Sie sind mit ELEN verbunden. Leider rufen Sie außerhalb unserer Sprechzeiten an…“. Manchmal bleibt nur aufgeben.

Also Plan B: Karls ganze Hoffnung lag in dem gebuchten Hotel, das auf booking.com bei „Lademöglichkeit vorhanden“ ein Häkchen gesetzt hatte. Als sieankamen stieß Karl auf Folgendes: nicht etwa eine Ladesäule sondern eine ganz normale Steckdose.

 

 

Die Stunden der Nacht, die sie dort verbrachten, reichten für den kleinen Zoe gerade so aus, um aufzuladen.

Am nächsten Tag ging Karl auf Nummer sicher und fuhr zu der Station an der er auf dem Hinweg schon gehalten hatte. Geladen wurde an dem einzigen freien AC Kabel neben einem Diesel, der den anderen eParkplatz belegte. Dem kurz darauf eintreffenden Elektroauto blieb nichts weiter übrig, als von der anderen Seite, quer über den Rasen zu laden.

 

 

Eine Mahlzeit, ein Dessert, einen Kaffee und viele E-Mails später war Karl bereit mit 99% kostenfreiem, kroatischen Strom weiter zu fahren.

Um den Strapazen der Anreise vorzubeugen, legte Karl bereits vor Zagreb einen weiteren Boxenstopp bei einem Einkaufszentrum ein. Erfreulicherweise ein weiteres Mal umsonst Laden, mit einem Haufen freier Ladeplätze zur Auswahl. Zu schade, dass das Shopping nicht auch kostenlos war.

Karl konnte sich einfach absolut keinen Reim daraus machen, was mit denSymbole auf der Wallbox anzufangen ist. Doch ein einfacher Klick auf „Start“ in der App funktionierte auch – also egal. Alles in Allem eine nette Abwechslung, sechs Ladegeräte ganz allein für sich zu haben.

Der nächste Halt war nahe Maribor in Slowenien, wo Karl auf ein ähnlich positives Erlebnis hoffte. Doch daraus wurde leider nichts. Zuerst verpasste er die öffentliche Ladestation auf der Autobahn und folgte daraufhin fälschlicherweise einer Beschilderung auf die Gegenseite der Autobahn. Dann passierten Karl und seine Begleitung erst noch eine Tesla Station, um letztendlich folgendes vorzufinden: ein Ladeplatz ohne Ladegerät

 

 

Irgendwie ein Sinnbild für den aktuellen Stand der Elektromobilität: viel Raum, aber keine Funktion.

Als Häufchen Elend zogen sie die lokale Gastfreundschaft in Form eines BMWi3 Fahrers an, der ihnen nicht nur riet, umsonst auf dem nahegelegenen Lidl Parkplatz zu laden, sondern sie auch noch sicher bis zumZiel geleitete.

Eine weitere Nacht verbrachten sie in Graz, wieder mit offizieller „Lademöglichkeit vorhanden“ laut booking.com, welche sich wieder als normale Steckdose entpuppte. Da mit Beschwerden anzufangen, hätte auch keinen Sinn mehr gemacht.

Man muss schon sagen: eMobilität bietet einem die Möglichkeit neue Orte kennen zu entdecken. Als sie Ausschau nach kostenlosen Ladestationen auf ChargeMap hielten, fanden sie eine Sparkassen-Ladestation in der wundervollen Stadt Wels. Oder die Regensburg Arcaden, ein Einkaufszentrum, wo sie für kurze Zeit die schöne Welt von Tesla genossen. Wenn man einen Parkschein bezahlte, sogar kostenfrei.

 

 

Karl investierte die kostenlose Ladung in schnelles Tempo, um ein paar Minuten früher zuhause anzukommen. Gesund und munter erreichte er das traute Heim – dachte er zumindest. Als Karl den Stecker in die selbst gebaute Schuko-Verlängerung steckte, die er schon so oft benutzt hatte, passierte…nichts.

Eine halbe Stunde später sah er auch warum: den Stecker hatte es total aufgelöst.

 

The End

 

 

Challenge completed. Letztendlich hat es Karl geschafft und ist wohlbehalten in den Urlaub und wieder zurückgekommen. Am Ende zeigt sich, dass eine so lange Fahrt mit einem kleinen Elektroauto wie dem Zoe zwar die ein oder andere Herausforderung beinhaltet, es letztendlich aber möglich ist. Karls Reise war an manchen Stellen noch etwas holprig, aber wie man an der Rückfahrt sehen kann, trägt auch hier Erfahrung dazu bei, die Fahrt reibungsloser zu gestalten.

Aus der richtigen Perspektive und mit einem Lächeln betrachtet, bietet die Fahrt mit dem Elektroauto aber auch einiges an Mehrwert: sieht man das Ganze als einen kleinen Roadtrip zum Reiseziel, fängt der Urlaub schon vor der eigenen Haustür an. Man kann die Ladestopps gezielt so legen, dass man auf dem Weg noch die ein oder andere Sehenswürdigkeit mitnimmt und Raststättenessen durch einen entspannten Zwischenstopp beim nächsten Wirtshaus ersetzen. Wer im Urlaub auf Entschleunigung und weniger Stress aus ist, kann hier gleich anfangen. Durch die Suche nach Ladestationen lassen sich außerdem neue Orte und Strecken entdecken, die man sonst nie kennenlernen würde

Wer noch nicht überzeugt ist, braucht sich trotzdem nicht zu sorgen: die eMobilität ist auf dem Vormarsch und mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur und zunehmender Reichweite der Elektroautos ist auch dieses Problem bald Geschichte.

 

Unsere Tipps für den Elektro-Urlaub:

 

  • Planung ist alles – überlegen Sie sich Ihre Lade-Route im Voraus und schauen Sie, ob besondere Sehenswürdigkeiten auf Ihrem Weg liegen, die Lademöglichkeiten bieten

 

  • Knapp daneben ist auch vorbei – fahren Sie vorrausschauend und stoppen Sie lieber einmal zu viel als einmal zu wenig, denn nicht jede verzeichnete Ladestation ist auch eine vorhandene und funktionierende Ladestation

 

  • Laden ist nicht gleich Laden – wenn Sie im Hotel laden wollen, erkundigen Sie sich im Zweifel, welche Lademöglichkeit zur Verfügung stehen, damit Sie wissen worauf Sie sich einstellen müssen.

 

  • Und das Wichtigste: take ist easy – entspannen Sie sich und nehmen Sie auftretende Hindernisse mit Geduld und Humor, dann kann auf Ihrer Reise nichts schiefgehen.

 

 

Sie wollen wissen wie alles angefangen hat? Entdecken Sie im ersten Teil von Karls Bericht, wie alles begann…

 

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